Neu erschienen „Die ärztliche Führungskraft“ – mit einem Beitrag von Stefan Kentrup. Zur Publikation ›
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Dienstleistungen

Sparring und Beratung für Führungskräfte in Krankenhaus und MVZ

Ein Gegenüber für wirtschaftliche Entscheidungen – und Unterstützung bei den Vorhaben, die sonst liegen bleiben. Zeitlich begrenzt oder projektbezogen.

Wirtschaftlicher Druck trifft jede Führungsebene, aber niemand kann ihn allein auflösen. Die Geschäftsführung verhandelt, während die Vorhaben liegen bleiben. Die Chefärztin soll ein Leistungsspektrum halten, dessen Refinanzierung sie nicht selbst steuert. Die Pflegedirektion verteilt Aufgaben neu, ohne den Berufsgruppen weisungsbefugt zu sein. Die MVZ-Leitung soll Sitze auslasten, die von Terminen, Ausfällen und Personalverfügbarkeit abhängen.

In all diesen Lagen hilft dasselbe: jemand, der die Zahlen und die Organisation kennt, der nicht Teil des Hauses ist und der bei Bedarf nicht nur mitdenkt, sondern mitarbeitet.

Sparring heißt: Sie behalten die Entscheidung, bekommen aber ein belastbares Gegenüber. Beratung heißt: Ich übernehme befristet Arbeit, die sonst niemand übernimmt.

Ein wiederkehrendes Thema im Sparring ist die eigene Rolle: Welche Leitplanken setze ich, welche Zielkonflikte gebe ich an Träger und Gremien zurück, und an welchem Punkt würde ich ein Mandat niederlegen? Mehr dazu unter Beteiligungsarchitektur.

Für wen

Im Krankenhaus

  • Geschäftsführung und Direktorium
  • Ärztliche Direktion, Chefärztinnen und Chefärzte
  • Pflegedirektion, Bereichs- und Abteilungsleitungen
  • Kaufmännische Leitung und Medizincontrolling

Im MVZ

  • Geschäftsführung der MVZ-Trägergesellschaft
  • Ärztliche Leitung des MVZ
  • Standort- und Praxismanagement
  • Leitungen im Verbund mehrerer Standorte

Abgrenzung zum Coaching: Beim Führungskräfte-Coaching geht es um Ihre Rolle, Ihre Wirkung und Ihre Haltung. Hier geht es um die Sache – Zahlen, Strukturen, Vorhaben. Beides lässt sich verbinden, ist aber nicht dasselbe.

Zwei Wege, je nach Lage

Sparring

Wiederkehrende Termine von 60 bis 90 Minuten, online oder vor Ort. Ein vertrauliches Gegenüber für die Fragen, die man im eigenen Haus schlecht laut denken kann: eine Budgetverhandlung vorbereiten, eine Portfolioentscheidung durchspielen, eine Zahl einordnen, eine Sitzung nachbesprechen.

Sie entscheiden, ich widerspreche, wo es nötig ist. Kein Bericht, keine Nebenwirkung in der Linie.

Beratung mit Umsetzung

Wenn Kapazität fehlt, bleibt es nicht beim Gespräch. Dann übernehme ich befristet die Arbeit an den Vorhaben, die wirtschaftlich zählen: Analyse, Struktur, Begleitung im laufenden Betrieb, Moderation an den Schnittstellen, Statusberichte.

In der Regel zwei bis drei Tage je Monat über drei bis sechs Monate, von Beginn an befristet.

Woher der wirtschaftliche Druck kommt – und warum er sich unterscheidet

Krankenhaus und MVZ stehen beide unter Druck, aber die Hebel liegen an völlig verschiedenen Stellen. Das eine ist eine stationäre Einrichtung mit Budgetverhandlung und Fallpauschalen, das andere eine ambulante, meist eigenständige wirtschaftliche Einheit mit Quartalslogik und Arztsitzen. Wer beides gleich behandelt, geht an einer der beiden Welten vorbei.

Krankenhaus, stationärMVZ, ambulant
ErlöslogikFallpauschalen und Pflegebudget, jährliche Budgetverhandlungvertragsärztliche Vergütung in Quartalen, budgetierte und extrabudgetäre Anteile
MengengerüstFallzahl, Case Mix, VerweildauerFallzahl je Quartal und Arztsitz, Leistungsspektrum, Terminauslastung
KostentreiberPersonalvorhaltung rund um die Uhr, OP und Funktionsbereiche, SachkostenArzt- und MFA-Besetzung je Standort, Raum- und Gerätekosten, Leerlauf bei Ausfällen
Typischer EngpassOP-Programm, Belegung, Entlassung, DokumentationsqualitätTerminvergabe, Ausfallquote, Vertretungsregelung, Vollständigkeit der Abrechnung
Regulatorischer HebelLeistungsgruppen, Pflegebudget, PrüfquotenZulassung und Arztsitze, Bedarfsplanung, Anstellungsgenehmigungen
Wer entscheidet mitTräger, Land, KassenTräger, Kassenärztliche Vereinigung, angestellte Ärztinnen und Ärzte

Wo Krankenhaus und MVZ zum selben Träger gehören, kommt eine dritte Frage dazu: Wie verzahnen sich ambulant und stationär, ohne dass eine Seite die andere quersubventioniert oder ausbremst.

Der Schritt zwischen Interim und Projektmanagement

InterimsgeschäftsführungSparring und BeratungProjektmanagement
RolleOrganmitglied, führt das HausGegenüber und, wo nötig, verlängerter Arm der FührungskraftLeitung eines einzelnen Vorhabens
VerantwortungGesamtverantwortung, auch rechtlichEntscheidungen bleiben vollständig bei IhnenErgebnisverantwortung im Projektauftrag
AnlassVakanz, Sanierung, Neuausrichtungwirtschaftlicher Druck bei gebundener Kapazitätabgegrenztes Vorhaben mit klarem Ziel
UmfangVollzeitvom Einzeltermin bis zu drei Tagen je Monatje nach Projekt
Daueroft zwölf Monate und mehreinmalig bis sechs MonateProjektlaufzeit
Wer ruft anTräger oder Aufsichtsgremiumdie Führungskraft selbstProjektauftraggeber

Die vollständige Übernahme beschreibe ich unter Interimsmanagement. Wo die Lösung nicht entschieden, sondern zwischen Berufsgruppen ausgehandelt werden muss, greife ich auf die Verfahren unter Hilfe zur Selbsthilfe – Gamification zurück.

Typische Anlässe

Im Krankenhaus

  • Befristete Leistungsgruppenzuweisung. Die Auflagen müssen innerhalb der Frist erfüllt werden, sonst steht ein Erlösblock zur Disposition.
  • Pflegefremde Aufgaben neu verteilen. Was nicht mehr über das Pflegebudget finanziert werden darf, wechselt die Zuständigkeit statt zu verschwinden.
  • Dokumentation und Prüfquote. Sinkt der Anteil unbeanstandeter Abrechnungen, steigt die Prüfquote und mit ihr der Aufwand.
  • OP, Belegung, Entlassmanagement. Die Vorhaben mit unmittelbarer wirtschaftlicher Wirkung – und die, die am zuverlässigsten liegen bleiben.
  • Budgetverhandlung vorbereiten. Argumentation, Zahlenbasis und Verhandlungslinie vorab durchspielen.

Im MVZ

  • Auslastung der Arztsitze. Termin- und Sprechstundensteuerung, Umgang mit Ausfällen, Vertretungsregelungen zwischen den Standorten.
  • Vollständigkeit der Abrechnung. Was erbracht, aber nicht abgebildet wird, ist im ambulanten Bereich unmittelbar verlorener Erlös.
  • Mehrere Praxen als ein MVZ. Gewachsene Einheiten mit eigener Logik sollen gemeinsame Standards tragen, ohne dass die Bindung der Ärztinnen und Ärzte leidet.
  • Arbeitsteilung zwischen Ärzten und MFA. Welche Aufgaben delegierbar sind, entscheidet über die Zahl der Patienten je Tag.
  • Verzahnung mit dem Krankenhaus. Zuweisung, ambulantes Operieren und gemeinsame Patientensteuerung, ohne dass eine Seite die andere ausbremst.

Die Zuordnung zu Ihrem Haus klären wir im Vorgespräch. Nicht jede Belastungsspitze braucht Unterstützung von außen, und nicht jedes Vorhaben eignet sich dafür.

  • Für wenFührungskräfte in Krankenhäusern, Klinikverbünden und MVZ
  • Sparring60 bis 90 Minuten, einmalig oder in Serie, online oder vor Ort
  • Beratungin der Regel zwei bis drei Tage je Monat über drei bis sechs Monate
  • VertraulichkeitSparringgespräche bleiben zwischen uns; berichtet wird nur, was Sie beauftragen
  • AbschlussÜbergabe an die Linie, auf Wunsch Wirkungsprüfung nach etwa sechs Monaten

Vorgespräch

60 bis 90 Minuten, kostenfrei und unverbindlich. Wir klären, worum es geht, ob Sparring reicht oder Unterstützung in der Umsetzung nötig ist – und ob ich der Richtige dafür bin.

© 2026 Stefan Kentrup